Mein Alltag als Schaf

Gutes Gras, kluge Schafe

20. 2. 2006 · Nachrichten · Drucken

Die Fifa will festgestellt haben, dass es in den Niederlanden das beste Gras gibt. Wieso ist mir das bei meinem Angelausflug nach Maastricht wohl nicht aufgefallen? So ein Ärger, davon hätte ich gerne gekostet. Angeblich ist das holländische Premium-Gras allerdings nicht für den Verzehr durch Schafe bestimmt, sondern zum Rauchen Fußballspielen. Was für eine Schande! Ich glaube, mit dieser Verbrecherbande der Fifa muss ich mich bei Gelegenheit ausgiebiger befassen. Immerhin ein kleiner Trost: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat in einer Rezension des Buchs Glennkill festgestellt, dass wir Schafe nicht so dumm sind wie vielfach angenommen wird. [A]ktive, kluge und selbstbewu[ss]te Schafspersönlichkeiten treten neuerdings in hoher Zahl an die Öffentlichkeit, heißt es dort. Wie mir zu Ohren kam, sind einige besonders kluge (und bescheidene) auch schon im Internet vertreten.

Scha(r)f

9. 2. 2006 · Nachrichten · Drucken

Danke, Budweiser! Die amerikanische Bierfabrik hat in den Werbepausen des Super Bowl einen tollen Spot geschaltet. Es wird gezeigt, wie ein nacktes Schaf vor einem sportlichen Wettkampf zwischen zwei Pferdemannschaften für Stimmung bei den Tieren im Publikum sorgt. Das exhibitionistische Schaf kam bei den Fernsehzuschauern natürlich am besten an. Du willst den Spot jetzt sicher selber angucken: Bittesehr.

Mehr Schafzucht wagen!

1. 2. 2006 · Nachrichten · Drucken

“Herr Seehofer sollte gucken, dass Schaf und Rind gesund bleiben, und nicht Opposition in der Regierung spielen”, so wird Kurt Beck, hohes Tier in Rheinland-Pfalz zitiert. Recht hat es, irgendwer muss sich neben der Volks- auch um die Schafsgesundheit kümmern. Auch die Bauern in Afghanistan sollen sich mehr um Schafe kümmern als bisher. Das finden jedenfalls einige Wissenschafe Wissenschaftler: Schafzucht sei eine gute - und vor allem: legale - Alternative zum Opiumanbau. Wer schon immer ein eigenes Schaf haben wollte, ihm aber keine Weide bieten konnte, der sollte überlegen, sich an der Heidenheimer Schaf-Schau zu beteiligen. Für nur 1050 € kann man dort ein Plastik-Schaf in Originalgröße kaufen. Nachdem man das Tier schön bunt angemalt hat, wird es dann in der Innenstadt aufgestellt.

Walniederlage in London

26. 1. 2006 · Nachrichten · Drucken

Gelegentlich wage ich einen Blick über den Weidenrand hinaus – bis ins Ausland, wenn es sein muss. Unlängst galt meine ungeteilte Aufmerksamkeit der Walkuh, die sich nach London verirrt hatte. Sowas kann passieren und endet oft tragisch. Die Versuche, der Entenwalfrau zu helfen, scheiterten leider, sie musste ihren Themsetrip mit dem Leben bezahlen. Ein Londoner Pistolenmagazin Revolverblatt will dem Tier jetzt ein Denkmal setzen und ruft zu Spenden auf. Ich hoffe sehr, dass der australische Fischer Leon Wright kräftig spendet. Der Mann könnte sich so bedanken, dass er kürzlich durch einen Pottwal reich wurde. Wie? Weiterlesen…

Undank ist der Feuerwehr Lohn

20. 1. 2006 · Nachrichten · Drucken

Die Freiwillige Feuerwehr im hessischen Gelnhausen war so nett, ein Schaf aus einer misslichen Lage zu befreien. Einer meiner Artgenossen, der das Klugheits-Gen offenbar nicht hat, war bewegungsunfähig geworden, weil er sich in einen Stacheldrahtzaun eingewickelt hatte.

Nachdem der Gefangene die Feuerwehr herbeigeblökt hatte, dauerte es nur eine Dreiviertelstunde, bis er wieder auf freiem Huf war. Anstatt seinen sechs Rettern zu danken, machte das Schaf sich spornstreichs davon. Sorry, liebe Feuerwehr, das Tier ist offenbar nicht nur dumm, es kann sich leider auch nicht benehmen. Stellvertretend deshalb: Danke, gute Arbeit!

Schafe erobern die Weihnachts-Charts

2. 12. 2005 · Nachrichten · Drucken

Es ist bekannt, dass Klingeltöne, die nicht nach Telefon klingen, blöd machen oder blöd sind. Nervig sind sie allemal, das habe ich bereits erwähnt. Heute weise ich auf die vielleicht einzige Ausnahme hin: Die musikalischen Schafe vom Lake District haben diesem unsäglichen verrückten Frosch den Kampf angesagt. Bei ihnen kann man jetzt eine geblökte Version von Jingle Bells kostenlos als Mp3-Klingelton herunterladen, ein fetziges Musikvideo gibt es noch obendrauf.

Schafscherer haben es schwer, Schafe aber auch

11. 11. 2005 · Nachrichten · Drucken

Unsere Wolle steht nicht mehr hoch im Kurs, deshalb haben Schafscherer es ziemlich schwer. Pro Schur bekommen sie nur 2,50 Euro. Als wäre das nicht schon schlimm genug, werden inzwischen Schafe gezüchtet, die ihr Fell selber wechseln. Wir wollen aber nicht zu viel Mitleid mit den Scherern haben, uns Tieren geht es ja auch nicht viel besser. Schließlich sind wir für viele schon lange bloß Fleischlieferanten. Ein Lichtblick ist der Trend, Schafe als Dienstleister zur Pflege von Weiden, Baumzuchten und anderen Grünflächen einzusetzen. Inbesondere die bescheidene und zurückhaltende Shropshire-Rasse ist ganz toll geeignet: Meine aus England stammenden Kollegen fressen erstens wenig und zweitens - anders als viele Artgenossen - nur das an, was sie auch fressen sollen, Bäume und Sträucher sind vor ihnen sicher.

Modernes Herdenmanagement

24. 9. 2005 · Nachrichten · Drucken

Schäfern nimmt die moderne Technik in Australien künftig Arbeit ab: Dort können Schafsherden inzwischen vom Computer aus gehütet werden. Die Tiere werden bei Betreten des abgeschlossenen Trinkbereichs automatisch gewogen. Der Schäfer kann dann zuhause am Computer bestimmen, dass Schafe, die bereits schwer genug für den Grillspieß sind, nach dem Trinken nicht zurück auf die Weide gelassen werden. Der Schäfer muss sie anschließend nur noch einsammeln. Schäferhunde müssen sich aber keine Sorgen um ihre Arbeitsplätze machen, die können nicht einfach wegrationalisiert werden. Schließlich müssen sie ihre Herden vor Angriffen wilder Tiere schützen. Davon gibt es sehr viele, selbst in der neutralen und eigentlich friedlichen Schweiz hat jüngst ein Bär sein Unwesen getrieben. Herdenschutzhunde werden im Vorreiterland Australien sogar von Lamas und Alpakas unterstützt - die können angreifende Füchse und Wölfe durch Spucken vertreiben.

Rettungsversuch gescheitert

15. 9. 2005 · Nachrichten · Drucken

Den sicheren Tod vor Augen, hat ein türkischer Artgenosse von mir jüngst einen heldenhaften Fluchtversuch unternommen. Das Schaf sollte anlässlich eines Autokaufs geopfert werden und wollte sich durch einen Sprung vom Dach eines fünfstöckigen Hauses retten. Weiterlesen…

Schuster, Schafe und Hunde

8. 8. 2005 · Nachrichten · Drucken

Der Volksmund sagt: Schuster, bleib bei Deinen Leisten. Wenn diese Redensart auch in Ghana bekannt wäre, hätte der 22-jährige Schuster Kwasivi Amelikpo wahrscheinlich darauf verzichtet, zwei Schafe zu klauen. Die Tat brachte ihm eine achtjährige Haftstrafe ein. Der Sommer bekommt uns Schafen nicht besonders: Wenn wir uns nicht gerade klauen lassen, dann liefern wir uns Verfolgungsjagden mit der Polizei, springen todessüchtig zu hunderten in eine Schlucht oder lassen uns ein fünftes Bein wachsen. Der Dauerwettstreit zwischen Hunden und Schafen ist derzeit unentschieden – mit einem Punktestand von 1:1. Die Hunde waren zwar zuerst im Weltall, aber im Geklontwerden haben wir sie um acht Jahre geschlagen.

Lebensretter und High Tech-Schafe

13. 6. 2005 · Nachrichten · Drucken

Wir Schafe sind aus der zivilisierten Welt nicht wegzudenken. Heldin des Monats ist meine norwegische Kollegin, die einen verunglückten Bauern aus einem Fluss gerettet hat. Im südenglischen Winchester leisten wir überdies einen Beitrag zur Luftreinheit, indem Schafspipi den Abgasen von Bussen beigemischt wird. Man sieht, wir tun was wir können. Der Dank? Nette Menschen machen uns fit für den Sommer. Andere wollen uns durch Maschinen ersetzen und nennen diese Imitate dann auch noch High Tech-Schafe.

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Ich, Knuddel

Ich bin ein etwa fünf Jahre altes Kuschelschaf und lebe unter Menschen. Was Du sonst noch über mich wissen musst, erfährst Du im Porträt.

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Es gibt Tage, an denen schreibe ich hier tolle Artikel auf. Und es gibt Tage, da bin ich gut in Form, dann schreibe ich Meisterwerke. Wenn für Dich das Beste gerade gut genug ist und Dir Deine Zeit für die nur tollen Texte zu schade ist, dann lies doch einfach den Artikel des Moments. Freizeitgestaltung für Stadtschafe: Um die Hauptstadt herum ist ganz viel blühende Landschaft, da kann ich mich vom Stress in der Stadt erholen.

Knuddel hilft

  • Richtig: Hirschgeweih, in Gras beißen, Wolllust, Leben mit Begonie
  • Falsch: Leben in Agonie, lahme Rentiere, Arschgeweih, Teppichpansen

Tiere im Internet

  • Tiere erobern das Internet, klar. Hier eine kleine Auswahl entsprechender Seiten. Empfehlungen von guten und Warnungen vor schlechten:
  • Sakana – Ein Weblog mit vielen Fotos von - was auch sonst? - niedlichen Schafen. Ohne Katzen!
  • Fail Dogs – Sehr empfehlenswertes Aufklärungsprojekt über die grenzenlose Dummheit von Hunden.
  • Schafe sind toll – Informationsseite mit sehr schönem Motto
  • Ich kenne noch mehr Seiten, klick hier.

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