Mein Alltag als Schaf

Schafscherer haben es schwer, Schafe aber auch

11. 11. 2005 · Nachrichten · Drucken

Unsere Wolle steht nicht mehr hoch im Kurs, deshalb haben Schafscherer es ziemlich schwer. Pro Schur bekommen sie nur 2,50 Euro. Als wäre das nicht schon schlimm genug, werden inzwischen Schafe gezüchtet, die ihr Fell selber wechseln. Wir wollen aber nicht zu viel Mitleid mit den Scherern haben, uns Tieren geht es ja auch nicht viel besser. Schließlich sind wir für viele schon lange bloß Fleischlieferanten. Ein Lichtblick ist der Trend, Schafe als Dienstleister zur Pflege von Weiden, Baumzuchten und anderen Grünflächen einzusetzen. Inbesondere die bescheidene und zurückhaltende Shropshire-Rasse ist ganz toll geeignet: Meine aus England stammenden Kollegen fressen erstens wenig und zweitens - anders als viele Artgenossen - nur das an, was sie auch fressen sollen, Bäume und Sträucher sind vor ihnen sicher.

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