9. 11. 2006 · Nachrichten ·
Blütenweißes Fell ade: Momentan geraten immer wieder Schafe an den langen Arm des Gesetzes. In Gummersbach etwa wurde kürzlich eine unbescholtene Schafsfrau von der Polizei festgenommen und inhaftiert. Das Muttertier hatte sich zuvor aus den Fängen eines draufgängerischen Bocks befreit und war, wie es sich für eine liebende Mutter gehört, unterwegs zu ihren beiden Lämmern – auf direktem Weg, der führte halt über eine Hauptverkehrsstraße. Wieso das Schaf in Gewahrsam genommen wurde, ist mir schleierhaft, es wird doch nicht zu schnell gewesen sein? Und was mein wiederkäuender Kollege aus Plauen schlimmes angestellt haben soll, wird wohl nie ans Licht kommen. Er starb auf der Autobahn 72 im Kugelhagel (drei Schüsse aus der Maschinenpistole, in Fachkreisen auch bekannt als Bad-Kleinen-Methode).
Angesichts dieser Konflikte mit dem Gesetz, ist es kein Wunder, dass sich immer mehr Schafe von der Gesellschaft abkehren. Einige haben sich jetzt der motorradfahrenden Rocker-Subkultur angeschlossen. Ein – zwar kurzer, aber ästhetisch sehr schöner – Dokumentarfilm beweist es. Und jetzt alle: Take me down to the Paradise City where the grass is green and the sheep are pretty. Take me home.
Ich bin ein etwa fünf Jahre altes Kuschelschaf und lebe unter Menschen. Was Du sonst noch über mich wissen musst, erfährst Du im Porträt.
Knuddel, ich will ein Lamm von Dir
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