Mein Alltag als Schaf

Ein Schaf in London

15. 7. 2003 · Mein Alltag ·

Im Juli 2003 war ich in London, das war ganz schön abenteuerlich. Meine erste Reise! Zuerst wusste ich nicht, wie mir geschah, als ich zusammen mit den Anziehsachen meines Besitzers in einen Koffer gepackt wurde. Man hat mir gesagt, ich müsse mir keine Sorgen machen. Dann wurde es für ein paar Stunden dunkel und es rumpelte ziemlich heftig. Als der Koffer wieder aufging, war ich ganz woanders als vorher. Wie ich erfuhr, war ich in der Hauptstadt Großbritanniens gelandet und durfte dort ein paar schöne Tage verleben.

Schade nur, dass ich im Gepäckraum reisen musste. Ich habe später herausgefunden, dass andere junge Passagiere in mehr oder weniger bequemen Sitzen reisen und während des Fluges Malsachen geschenkt kriegen. Das hätte mir auch Spaß gemacht, mehr jedenfalls, als bei völliger Dunkelheit stundenlang ausharren zu müssen.

Meine Reisefotos

Am Buckingham-Palast

Am Buckingham-Palast: Hier sitze ich auf einem Zaun vor dem sogenannten Buckingham-Palast. Das ist ein ganz großes Haus, wo ich nicht reindurfte. Sehr strenge Männer mit wuschigen schwarzen Hüten passen darauf auf, dass niemand der alten Frau etwas antut, die da drinnen wohnt. Die ist wohl ganz beliebt in England, das muss sowas wie die Großmutter der Nation sein.

Die Tower Bridge

Die Tower Bridge: Dieses Foto zeigt, wie ich es mir auf einem Kanonenrohr gemütlich gemacht habe. Links hinter mir ist die Tower Bridge. Da fahren unten ganz viele Autos lang, manchmal öffnet sich die Brücke auch, damit Schiffe drunter her passen. Und oben drin kann man sich ganz toll glitzernden Schmuck angucken.

Warnung vor dem Auto

Warnung vor dem Auto: In London ist es sehr voll. Es gibt dort kaum Schafe, aber viele Menschen – und Autos, die nicht nur zahlreich, sondern auch auf der falschen Straßenseite unterwegs sind. Ganz gefährlich sind diese schwarzen Autos, wie das, das ich mir auf diesem Bild gerade angucke. Die sind immer und überall und sehr schnell. Harmlos sind diese Wagen nur, wenn sie wie auf dem Foto am Straßenrand abgestellt sind. Hier unterhalten sich zwei Fahrer während einer Pause, wie man wohl das Lenkrad auf die richtige Seite kriegen kann.

Pause

Pause: Auch wenn ich auf meiner ersten Reise sightseeingmäßig nicht überfordert wurde, war ich ganz schön erschöpft – das viele Laufen war ich nicht gewohnt. Da kam mir diese Menschenweide zum Ausruhen gerade recht.

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Ich bin ein etwa fünf Jahre altes Kuschelschaf und lebe unter Menschen. Was Du sonst noch über mich wissen musst, erfährst Du im Porträt.

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