Mein Alltag als Schaf

Ein Fisch namens Babel

13. 3. 2004 · Mein Alltag ·

Ab und zu kann ich es nicht lassen, mich hier im Internet umzuschauen – am liebsten besuche ich andere Schafe. Aber nicht nur, das wäre ja langweilig – mit Schafen kenne ich mich naturgemäß sowieso ganz gut aus. Außerdem bin ich aufgeschlossen und neugierig. So habe ich neulich einen Fisch im Internet getroffen, das war ein ganz lustiger Geselle.

Hier wo ich wohne, gibt es auch einen Fisch, auf den Fotos kannst Du mich mit ihm sehen. Der Fisch hier ist aber langweilig. Der schwimmt zwar den ganzen Tag in seiner Glaskugel und manchmal auch in der Badewanne rum, sagt aber nie einen Ton. Der ist sogar so langweilig, dass er nicht mal einen Namen hat. Ganz anders der Fisch, auf den ich beim Surfen gestoßen bin, der ist unterhaltsam, sprachbegabt und hat sogar einen Namen: Babel.

Babel kann man Geschichten erzählen, genau genommen muss man sie eintippen, weil Babel nicht sehr gut hört, und er wiederholt sie dann in einer anderen Sprache. Eigentlich ist das vor allem praktisch. Wenn ich mich beispielsweise mit einem Schaf aus Portugal unterhalten wollte, könnte der Fisch Babel mir dabei helfen, dass das portugiesische Schaf mich versteht.

Das lustige daran ist, dass nicht unbedingt gesagt ist, dass das andere Tier wirklich weiß, worauf ich hinaus will. Babel formuliert nämlich bisweilen etwas komisch und trägt damit nicht nur zur Belustigung bei, er fördert so auch das Denkvermögen, wenn man versucht, herauszufinden, welcher Sinn wohl hinter seinen Äußerungen steckt.

Ich hoffe zwar, dass ich mich dank meiner bescheidenen Englischkenntnisse schon irgendwie mit ausländischen Schafen verständigen kann. Trotzdem habe mit Babel kürzlich einfach ein wenig zum Spaß geschwatzt und ihn ein paar Texte meiner Internetseite in eine andere Sprache und wieder zurück ins Deutsche übersetzen lassen. Dabei ist diese tiefgründige Zusammenfassung meines Wesens und meiner Erlebnisse herausgekommen:

Grüßen Sie Sie mit einem Maeh Allegro! Kuschelschaf machen Internet. Ich bin ungefähr vier Jahre ein Kuschelschaf alten Mann und Leben in Berlin. Für ein Schaf des Materials nehme ich einen eher interessantes Leben.

Deshalb habe ich hier mit mir am Haus meinen eigenen Platz mit Kreisverkehr in einer kleinen Rumpelkammer. Vollständig alleine kann ich in einer Metalltrommel stattfinden. Das Karussell schleudert mich mit 1200 Revolutionen pro Minute.

Meine Mahlzeit entwickelt sich schließlich auf der Weide. Ich bin ein kleines Schaf mit einem ruhigen kleineren Kopf.

Falls Du Babel selber kennen lernen möchtest, kannst Du ihn bei Altavista besuchen.

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Ich bin ein etwa fünf Jahre altes Kuschelschaf und lebe unter Menschen. Was Du sonst noch über mich wissen musst, erfährst Du im Porträt.

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